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31 Tage bis zum Start

Noch 4 Wochen bis zum Start der Midsummersail 2025.

Die Zeit scheint still zu stehen. Es geht dieses Jahr irgendwie nicht richtig los. Letztes Jahr um diese Zeit (15. Mai 24) schon in Helsingborg. Dieses Jahr schaffe ich die (vor)letzten Ausrüstungsgegenstände auf die Moyenne. Das Auto ist mit dem Schlauchboot, Torqueedo, Wein, Klamotten etc. schon wieder voll – und das zum dritten Mal.  Dafür ist nun fast alles an Bord, was wir – außer Lebensmittel – für die Regatta benötigen. Der Hauptgrund für den erneuten Kurztrip nach Warnemünde war die Installation der Radaranlage. Nun funktioniert alles, aber das erzeugte Bild ist gewöhnungsbedürftig. Es ist eben nicht so eindeutig, wie ein AIS Signal, und somit auch schwerer zu deuten. Aber Übung wird hier den Meister machen.

Zwei Tage vergehen, mit Sachen verstauen, Wasser bunkern, Deck sauber machen, div. Schlitten mit Gleitmittel leichtgängig machen. Die mitgebrachten Gummis für die Genuaschlitten stellten sich blöderweise als zu dünn heraus. Ich habe nun neue bestellt. Eine aktuelle Stauliste wurde erstellt und solll insbesondere den Mitseglern das Auffinden von Dingen an Bord erleichtern. Außerdem kaufte ich bei Netto ein paar Grundnahrungsmittel ein, damit wir in Wismar nur Frischware kaufen und stauen müssen.  Wer übrigens mal ungesund einkaufen will, der geht am besten zu „Nettx“. Der Wein ist nun auch u.a. in der STB Backskiste verstaut, darüber das Dinghy und der Genacker. Beides wird während der Regatta an Bord, bzw. an den Davids gefahren, damit wir Platz für die zusätzlichen Wasservorräte haben.  Die Seekarten wurden geprüft und tatsächlich sind alle, auch bis zum Hafen „Töre“ an Bord.

Während ich dies schreibe, ist die Datumsanzeige auf den 20. Mai gesprungen. Das bedeutet, dass es nun in 4 Wochen (+1 Tag) endlich losgeht. Heute habe ich noch eine Verlängerung für den Landstrom bei meinem Lieblings-Schiffsausrüster hier in Berlin (die Firma Nippgen oder Bootsladen online) erworben. Wenn ich überlege, was ich hier alles bereits gekauft habe, bin ich bestimmt auch einer seiner Lieblingskunden. Aber die Beratung ist immer perfekt!

Nun vergehen die Tage damit, die Kenntnisse in Sachen Lichterführung, Leutfeuer etc. aufzufrischen. Schließlich sind wir die ersten 4 Nächte sicherlich auch in dunkler Nacht unterwegs (es ist nämlich Neumond). Außerdem aktualisiere ich Einkaufs- und Rezeptlisten.

Es folgt ein zweitägiger Segeltag mit Freunden über Pfingsten und dann werden wir am 16./17. Juni in Richtung Wismar aufbrechen. Dann hat das Warten endlich ein Ende und eine aufregende Reise wartet auf mich und die Crew der Moyenne.

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Weitere Vorbereitungen

Vorbereitungen nehmen Fahrt auf.

Kurztrip nach Warnemünde. Am Samstagvormittag mache ich mich mit einem gut vollgepackten Volvo auf nach Warnemünde. Im Gepäck sind u.a. der Genacker, der Akku für den Motor, div. Klamotten, die aktuellen Seekarten, drei Kisten Wein, Ersatzteile u.v.m.

Hauptgrund für den Trip ist ein Treffen mit Herrn Lenz von der Firma Yachtkontor am Montag. Hier wollen wir die Details der Nachrüstung der Radaranlage sprechen. Diese soll am 15 Mai eingebaut werden.

Vom Kurz-Zeit-Parkplatz bis zum Liegeplatz C 99 sind es ca. 5 Minuten Fußweg, so brauche ich ca. 45 Minuten, bis alles auf dem Schiff ist. Dann suche ich mir einen Parkplatz am Fähranleger, laufe zurück zum Schiff und fange mit dem Einräumen an. Nebenbei tausche ich noch den Wasserfilter und checke die Ersatzteile für den Motor. Es fällt auf, dass ich zwar zwei Dieselfilter aber keinen Ölfilter und keinen Ersatzkeilriemen an Bord habe. Also mache ich eine Liste für die Bestellung bei SVB. Um auch wirklich die richtigen Ersatzschäkel an Bord zu haben, messe ich auch diese aus und vervollständige die Liste.

Abends gibts Hähnchenbrust mit Salat und dann wird weiter hin- und hergeräumt. Ein paar alte Lebensmittelkonserven kommen in den Müll und die Einkaufsliste für den Sommertörn wird schon einmal ergänzt. Es folgt eine Bestandsaufnahme für Handtücher und Bettzeug.

Am nächsten Tag nutze ich das schöne Wetter und fahre zur Tankstelle, um vollzutanken. Nächster Tankstop dann erst wieder im Juli in Schweden. Anschließend übe ein bisschen das Anlegen mit der Achterspring, bei dem das Boot rückwärts um den Dalben in die Box dreht. Ist eine gute Alternative bei viel Wind, allerdings darf kein Boot voraus über die Box hinausragen. Meine Box ist sehr eng und das rückwärts in einem Stück einfahren ist alles andere als einfach, aber vielleicht war es auch einfach nicht mein Tag.

Montag ist Bürotag, der passenderweise von Herrn Lenz unterbrochen wird. Wir stellen fest, dass im Gegensatz zur Werft-Aussage doch ein RSN-5 Gigabit RayNet Switch verbaut ist. Spart also Geld. Die Verlegung der Kabel ist auf Grund des vorhandenen Kabelkanals kein Problem und auch beim Bimini ist für die Radarhalterung einen entsprechend größere Öffnung bereits vorgesehen. Damit sollte die Installation einfach sein.

Um 18 Uhr fahre ich zück nach Berlin. Es ist wenig Verkehr und so bin ich nach gut zwei Stunden wieder zu Hause. Am 15. Mai gehts wieder zur Moyenne, dann mit dem Dinghi, Motor und weiteren Dingen im Gepäck.

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Auf geht´s in die Segelsaison 2025

Die Saison hat begonnen.

Am Montag, den 31. März komme ich abends mit der Bahn in Neustadt an. Die Moyenne liegt friedlich in der Abendsonne an ihrem Liegeplatz.

Das Unterwasserschiff ist gemacht, die Anoden gewechselt, die Motorwartung abgeschlossen und die Logge zeigt nun auch wieder die Geschwindigkeit und den Scheinbaren Wind an. Ich fülle Wasser auf und verstaue ein paar mitgebrachte Dinge. Was fehlt ist die Seekarte der Serie 2. Diese habe ich zu Hause vergessen, da ich sie zum Verkaufen mit nach Berlin genommen habe. Ich werde morgens beim hiesigen Yachtausstatter eine neue kaufen. Nach einem kurzen Abendbrot gehts in die Koje, ich will morgen um 10 Uhr in Richtung Kühlungsborn aufbrechen. Die Nacht war ruhig und der Morgen erwachte mit Sonnenschein und blauen Himmel. Duschen, Frühstücken, Seekarte kaufen, dann alles fertig machen zum Auslaufen. Vorher lasse ich noch die Motorinspektion ins Wartungsheft eintragen und bedanke mich bei den Mitarbeitern der Ancora-Werft für die sehr solide Arbeit und gute Kommunikation – mit einem entsprechenden Trinkgeld. Windvorhersage Ost 2-3, ca. 8 Grad es wird ein entspannter Tag. Bei spiegelglattem Wasser laufe ich aus dem Hafen, in den ich erst Ende September zurückkehren werden. Dazwischen werden ca. 2.200 Seemeilen liegen. Ich werde mit dem Schiff am südlichsten und nördlichsten Punkt der Ostsee sein, vielleicht sogar am westlichsten. Es wird wieder eine spannende Saison.

Neue Seekarten sind gekauft, der Genacker sollte nach Kürzung des Furlers nun hoffentlich besser zu setzen und zu bergen sein. Die Segel und das Rigg sind geprüft, das Plotter- und das Duschabwasserproblem sind behoben, das Schiff ist fertig für die „große Fahrt“.

Zunächst geht es die ca. 35 Seemeilen bei leichten Winden und etwas Maschinenkraft nach Kühlungsborn. Teilweise begleiten mich wieder Tümmler auf dem Weg. Schönes Segeln und Fahrt mit der Maschine wechseln sich ab. Feine Chill-Out-Musik ertönt aus den Lautsprechern. Es ist ein schöner Saisonauftakt. Nach ca. 8 Stunden laufe ich in den Hafen ein. Das Anlegen bei wenig Wind ist easy – in Warnemünde wird es hingegen anspruchsvoll werden. Ich gehe was essen, mache etwas klar Schiff und bin nach einem Film früh in der Koje.

Morgens ist es trüb und neblig. Also kann ich in Ruhe in mein Boat-Office gehen und erstmal ein paar Stunden arbeiten. Erst kurz vor 12 Uhr lege ich ab. Der Wind hat zugenommen und die Sonne vertreibt langsam den Nebel. Ich setze Segel und den Kurs nach Warnemünde ab. Es sind nur ca. 12 Seemeilen. Nach ca. 1 Stunde schläft der Wind ein. Ich berge die Segel und – wie immer – kurz danach frischt der Wind deutlich auf. Das wäre segelbar, aber nun bin ich eine Stunde vor der Einfahrt, also muss die Maschine ran. In der Ein- und Ausfahrt nach Rostock ist, wie immer viel Verkehr und ich muss erst eine Fähre auslaufen lassen, um dann die Hebel auf den Tisch zu legen, um vor der nächsten Fähre über die Schifffahrtrinne zu fahren. Selbstverständlich nimmt der NO-Wind weiter zu und in Hafen sind es nur bis zu 18 Knoten.  Ich hatte mit dem Hafenmeister einen neuen Liegeplatz vereinbart, da mir der alte zu groß bzw. zu lang (15 Meter) war und ich Probleme hatte an die Pfähle zu kommen. Nun sollte ich einen anlaufen, der 4,50 breit und 12 Meter lang sein sollte. C 99 sollte es werden, aber den musste ich erst einmal suchen. In weiser Voraussicht hatte ich schon vorher alles Leinen und Fender klar gemacht. Im Hafen weht es es nun mit den besagten 18 Knoten genau in die Boxengassen und somit quer zu Box. Kein Mensch in Sicht zum Leinen annehmen. Dann muss es so gehen. Ich brauche mehrere Anläufe, um das Schiff erst einmal zur Rückwärtsfahrt in die Gasse zu bekommen, um nach meinem Liegeplatz zu suchen. Diesen finden ich schließlich und befinde ihn als „OK“. Ob die Pfähle wirklich 4,50 Meter auseinander stehen wage ich zu bezweifeln, aber dann kann ich mich dort etwas „anlehnen“, was bei dem Wind sinnvoll und zwingend sein wird. Nach der kurzen Besichtigung fahre ich nochmal raus, um mir die Luv-Bugleine mit dem großen Pahlsteg weiter nach hinten zu legen. Ich will ihn beim Einfahren, nach Möglichkeit über den Luvpoller bekommen. Ich entschließe mich für die Bugstrahlvariante. Das heißt ich fahre rückwärts in die Gasse, stelle das Ruder fest auf Mitschiffsposition und steuere das Schiff nur mit dem Bugstrahler. Man braucht entsprechend Fahrt im Schiff aber dank des starken Bugstrahlruders (ein fehlendes Propellerblatt wurde ersetzt) komme ich gut in die Box rein, kann das Auge um den Poller legen und erst als ich Fahrt rausnehmen muss, legt sich der Bug an den Leepoller, was i.O. ist, dafür habe ich die starke Scheuerleiste. Ich komme gut hinten an den Steg, steige aus und mache die Achter-Luvleine schnell am Poller fest, zwei Kugelfender sichern das Heck ab. Dann Luvruder und Maschine voraus und Luv-Bugleine dicht. Das geht es schwer, da der starke Seitenwind nun den Bug weiter gegen den Poller drückt, aber 50 PS sind auch ein Argument und so klappt es, ich kann den Bug mittig ausrichten und vorher noch den Leepoller belegen. Dann die Lee-Achterleine ausbringen und anschließend zwei Springleinen. Durchatmen, Motor aus, nochmal durchatmen. Wenn ich daran denke, wie aufgeregt und angespannt ich früher war, wenn wir zu dritt unterwegs waren und angelegt haben … Nun klappt es auch – notgedrungen – auch allein, nicht immer traumhaft aber bis jetzt ohne größere Probleme oder Havarien. Bei dieser Situation hätte ich das Manöver eigentlich rückwärts gegen den Wind anfahren sollen, dann wäre der Bug durch den Schwung erstmal in Richtung Luvpoller gedreht und wäre nicht gleich am Leepoller gelandet. Das muss ich mir für das nächst Mal merken.

Die nächsten zwei Stunden vergehen im Fluge. Ich mache das Klar-Schiff, so dass es die nächsten Wochen hier sicher liegen kann. Um 17.54 nehme ich den IC nach Berlin.

In ca. 2 Wochen werde ich mit dem Auto hochfahren und die restlichen Sachen an Bord bringen (Motor, Dinghy, Genacker, Wein, Seekarten, Klamotten etc.), dann kann die Saison so richtig losgehen.

Hier noch der aktuelle Törnplan:

Sirius Törnplanung Ostsee 2025

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Es könnte losgehen …

Die Segel sind angeschlagen.

Am ersten Märzwochenende sind Michael und ich am Samstag früh nach Neustadt gefahren. Um 13 Uhr war ich dort mit dem Rigger verabredet. Da er noch nicht da war, fingen wir an, die Lazybags wieder anzubringen. Das ging ohne Probleme und als wir das Großsegel zum Anschlagen ausgebreitet hatten, kam Herr Beutel zur Rigg-Kontrolle. Mit dem Bootsmannstuhl ging es auf gut 16 Meter Höhe und im Verlauf dann langsam über die Salinge abwärts. Die Abdeckung vom Dampferlicht hatte sich gelöst und wurde festgeschraubt. Am Genuafurler fehlte eine Scheibe und im Bereich des Baumniederholers hatte sich ein Schäkel unter der Last verbogen. Auf ein paar andere Dinge wies er mich dankenswerterweise auch hin. Somit hat sich die Investition wieder gelohnt und ich habe Sicherheit mit einem einwandfreien Rigg unterwegs zu sein.

Das Anschlagen des Großsegels verlief recht glatt. Letztes Jahr hatten wir uns noch schwerer getan. Mit dem letzten Tageslicht war dann auch die Genua gesetzt. An den Reffleinen hatten wir uns allerdings die Zähne ausgebissen. Wie waren nochmal die Zugkräfte mit den entsprechenden Leinenführungen und Knoten aufzunehmen??? Dankenswerter Weise schickte uns Max von der Mimi Elektra ein erklärendes Bild.

Somit klappte dann alles am nächsten Tag und die Reffs funktionierten beim Test einwandfrei.

Am Abend zuvor waren wir noch im Pier 21 essen und machten es uns dann im Schiff gemütlich. Wasser hatten wir per Kanister ins Schiff gebracht. Am Steg war das Wasser noch nicht angestellt. Morgens testete ich die Dusche, die ja letztes Jahr beim Absaugen Probleme machte. Nun funktionierte alles. Auch die große Lenzpumpe wurde einem Test unterzogen, gleich galt für die nun installierte Bilge Pumpe, die per Umschaltung wie die Duschpumpe funktioniert.

Nachdem wir die Reffleinen eingezogen hatten, kam das Bimini ran. Auch das klappte nach zwei Anläufen gut.

Dann ließen wir den Motor warmlaufen und fuhren für einen Probeschlag aus dem Hafen. Ich wollte den Plotter und die Kompass-Kompatibilität sowie die Routingfunktion prüfen. Auf Grund des neuen Updates des Plotters brauchten wir etwas, um alles zu checken, aber es sollte nun alles funktionieren. Nur die Logge hängt wieder. Daher wurde kein Scheinbarer Wind angezeigt. Das Problem klärt sich aber, wenn das Schiff für den Unterwasseranstrich und die Motorwartung im März aus dem Wasser kommt.

Nach dem wir uns eine gute Stunde lang den „A“ draußen abgefroren hatten, waren wir froh gegen halb drei wieder im Hafen zu sein. Die Dieselheizung hatte ich bereits draußen wieder angeschaltet. So konnten wir uns aufwärmen, während wir unsere Sachen zusammenpackten. Gegen 16.30 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg. Die Autobahn war frei, so dass wir nach guten drei Stunden in Berlin waren.

Anfang April werde ich die Moyenne dann nach Warnemünde überführen (Freiwillige können sich gerne melden :)).

Hier noch der vorläufige Törnplan und die bisherige Crewbesatzung für die Saison 2025. Änderungen vorbehalten. Priorität haben meine Freundin und meine Kinder bzw. treue langjährige Mitsegler. 

 
Wer also Lust hat …

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