Die neuesten Entwicklungen

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Im Winterlager

Die Winterarbeiten gehen voran. Der Plotter ist von der Reparatur zurück und auch das Dusch-Problem scheint gelöst.

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Saisonende 2024

Ein sehr schönes Segeljahr ist nun zu Ende. Die Segel sind abgeschlagen und die Moyenne liegt sicher in ihrem Winterliegeplatz im Hafen von Neustadt

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Saisonende 2024

Ein sehr schönes Segeljahr ist nun zu Ende. Die Segel sind abgeschlagen und die Moyenne liegt sicher in ihrem Winterliegeplatz im Hafen von Neustadt

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Wieder in Warnemünde

Ein neue Land „entdeckt“ (Norwegen). 2.185 Seemeilen. 91 Tagen an Bord. Im Schnitt 1,5 Motorstunden pro Tag.

Es war wieder eine sehr schöne Reise.

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Ziel erreicht.

65° 54,07 Nord und 22° 39,0 Ost

Um 11 Uhr drehen wir in den Sund ein. Der Wind frischt kräftig auf und wir kreuzen mit viel Fahrt und anfangs ordentlicher Krängung endlich in Richtung Töre. Nachdem der Wind in Böen 23 Knoten erreicht, reffen wir das Großsegel und nehmen die Fock anstatt der Genua. Die Geschwindigkeit nimmt nicht wesentlich ab, aber das Schiff liegt viel ruhiger und benötigt nicht so viel Ruderdruck in den Böen. Um 16 Uhr fahren wir auf das Richtfeuer zu und halten uns dann an Steuerbord und da, endlich sehen wir die gelbe Tonne von Töre zum ersten Mal. Große Freude macht sich breit, haben wir doch nun unser Ziel fast erreicht. Eine Stunde später bergen wir die Segel und laufen mit Maschine langsam gegen den Wind mit dem Heck zur Tonne und machen dort für einen ausführlichen Fototermin (leider habe ich mich bei der Kappe vergriffen. Ich wollte die Midsummersail-Kappe aufsetzen und habe versehentlich die genauso aussehende Captains-Kappe gegriffen …) fest! Was für eine Freude und Erleichterung gepaart von Stolz, dass wir es nun doch noch geschafft haben! Kurze Zeit später gehen wir längsseits an die Pier. Ein deutscher Einhandsegler kommt ebenfalls an der Tonne an und wir helfen ihm später beim Anlegen.

Nach einem wohlverdienten „Anleger-Sherry-Weißwein“ erkundet Michael das Terrain und kurze Zeit später sitzen wir bei Anja im Restaurant und bestellen fette Burger bzw. fish and chips. Wir bekommen drei Piccolo Flaschen Sekt aufs Haus und eine Urkunde für das Erreichen des nördlichsten Punktes der Ostsee. Nach einem ausführlichen Absacker im Cockpit und persönlichen Fazits gehen wir geschafft und zufrieden in die Kojen. Nun kann der Urlaub bzw. das entspannte Segeln beginnen 😊.

Insgesamt hat die Moyenne nun schon 5.395 Seemeilen im Kielwasser gelassen. 

PS: Ich bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen, da ich auf der Reise wenig Zeit und Ruhe zum Schreiben habe …

Weitere Bilder folgen, wenn wir ein besseres Internet haben. Dann folgt im nächsten Beitrag. Von Töre nach Lulea und weiter südlich.

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Weiter in Richtung Norden …

Nun ist es doch passiert.

Am Samstag, den 5.7. legen wir um 1200 Uhr aus Kirstenstad ab. Michael und ich waren am morgen noch Joggen. Ein bisschen Bewegung kann schließlich nicht schaden und nach dem Frühstück laufen wir unter Maschine dem Tonnenstrich folgend wieder aus dem kleinen Sund aus.

Das Thema „Heizung“ hatte sich auch klären lassen, hat mich aber den ganzen vorherigen Vormittag gekostet. Sie hatte am Abend vorher ihre Arbeit eingestellt, nachdem die Windböen durch den Auspuff ins Innere vorgedrungen waren und die Flamme zum Erlöschen gebracht hatte. Der Brenner versuchte daraufhin dreimal wieder zu Zünden, aber der Wind war zu stark, so dass das die Software das System verriegelte. Ein Reset am Controller brachte keinen Erfolg. Ich schrieb Herr Klepsch an und er rief netterweise zurück. Wir sollten bei eingeschaltetem Gerät die Sicherung ziehen, warten, dann Sicherung wieder rein, Gerät ausschalten, Resetten und dann erneut starten. Das tat ich aber der Erfolg wollte sich nicht einstellen. Ich schrieb an Webasto, mit einer kurzen Lagebeschreibung, eine Ortsangabe und der Bitte um Rückruf und nicht um langwierige Mailkommunikation. Und, tatsächlich meldete sich kurze Zeit später ein Servicemitarbeiter (das nenne ich mal Service!!) und ging mit mir erneut alle Schritte durch. Der entscheidende Hinweis kam noch a) die Fehlermeldungen einzeln zu Quittieren und dies für alle Fehler (dazu mussten man im Menü immer einen Schritt weitergehen, was ich beim ersten Versuch übersehen hatte) und der Heizung den Befehl zu geben auf 30 Grad aufzuheizen. Kurze Zeit später meldete Michael, der am Auspuff stand, dass nun warme Luft kommen würde, ein sicheres Zeichen, dass die Heizung nun anlaufe. Die Heizung sollten wir nun mal eine Stunde auf voller Leistung laufen lassen. Wenn ich mir die bisherigen und auch die jetzigen Temperaturen beim Schreiben dieser Zeilen so ansehe, bin ich heilfroh, dass die Heizung nun läuft. Wir nutzten den weiteren Tag, Wäsche zu waschen und das hiesige Schifffahrtsmuseum zu besuchen. Kirstenstad war ein bedeutender Handelshafen und die Geschichte wurde mittels vieler Ausstellungsstücken, Texten und Bildern dargestellt.

Das Abendessen wurde vorbereitet und die Sauna erneut besucht. Ein finnisches, männliches Pärchen war auch wieder in der Sauna. Der mit den langen Haaren konnte wenig Englisch und als wir alle in der Sauna saßen, wies er seinen Kumpel (beide um die 70) an, sich doch neben mich zu setzen, da er besser Englisch sprechen würde. Dieser (evtl. schwerhörig) machte aber keine Anstalten seinen Platz zu tauschen, also setze der Langhaarige sich wieder neben mich. Die Sauna hatte, wie am Vorabend eine recht geringe Grundwärme, also kippten wir – nach finnischer Manier eine Kelle Wasser nach der anderen auf die Steine im Ofen. Unser Nachbarlieger kam auch noch in die Sauna und gab uns noch Tipps für die schwedische Seite (Trysundet, Holmasundet etc.). Nach dem Abendessen ging es in die Kojen.

Der angekündigte Wind erschien nicht und so mussten wir den ganzen Tag Motoren. Ein Blick auf die Tankanzeige machte mir etwas Sorgen, da wir nur noch ca. 70 Liter im Tank hatten. Eigentlich hatten wir vor, wieder auf die schwedische Seite zu segeln, was aber mangels Windes ausfiel. Mit Maschine rüberzufahren wäre gegangen aber die recherchierten Tankmöglichkeiten waren mir zu vage. Daher entschlossen wir uns nach Vaasa zu fahren. Das war ein Umweg von ca. 2-3 Stunden, aber dort würden wir sicher Diesel bunkern können. Also auf nach Vaasa. ETA (Estimated Time of Arrival 01.30 Uhr).

Kurzfristig setzen wir Segel, um sie nach 40 Minuten wieder zu bergen. Also weiter mit dem Diesel. Wir passieren die Fährlinie Granön-Bredskäret. Hier wurde anscheinend kürzlich eine neue Mole beidseitig errichtet. Die kreuzende Fähre hat kein aktives AIS zeigt aber dafür mit zwei roten Lichtern bzw. zwei Bällen, dass sie manövrierbehindert ist. Wir gehen hinter ihr durch. Landschaftlich ist es hier sehr schön, viele Inseln, zwischen denen wir durchnavigieren müssen. Gegen Mitternacht wollten wir eine Abkürzung durch ein sehr eng betonntes Fahrwasser nehmen. Die Untiefentonnen sind eher kräftige Stöcke, die aus dem Wasser ragen und kurze Zeit später sind wir vor der Einfahrt zwischen zwei Inseln. Ein Schild weißt eine Wassertiefe von 1.20 aus und das ist selbst für uns zu wenig. Also wieder zurück und außen herum. Schließlich kommen wir in das Hauptfahrwasser, das nach Vaasa, einen Industriehafen, führt. Kurz vor dem Hafen biegen wir nach BB ab und folgen einem weiteren Tonnenstrich, der zu den drei Yachthäfen führt. Um 01.50 Uhr machen wir an der Tankstelle fest. Die Lücke ist sehr enge, aber Gott sei Dank ist kein Wind, also bugsiere ich die Moyenne vorsichtig in die Lücke. Dann laufen für 186 EUR 110 Liter Diesel in den Tank. Michael kommt aus der Koje und kurze Zeit später laufen wir wieder, dem Hauptfahrwasser folgend aus in Richtung offenes Wasser. Ich lege mich Schlafen und Christian und Michael haben die Wache. Um kurz nach 0400 passieren wir die Brücke Korshlm-Replote und laufen weiter mit nördlichen Kursen. Der Wind kommt anfangs noch schwach aus Osten, später frischt er auf 3-4 Bft. auf. Mit Vollzeug geht es mit 5,5 Knoten gut voran. Wir lassen den LT Enstandsgrund an Steuerbord und später den LT Ritgrund an BB. Die Welle kommt nun schräg von vorne und wir stampfen ordentlich gegen an, was keine wirkliche Freude ist. Wir lassen die Arbeit zwischenzeitlich vom Autopiloten und dem Windprogramm erledigen, der einen Einfallswinkel von 50 Grad hält. Am Vormittag lässt die Welle nach und es wird sonnig. Wir haben das Ziel so weit wie möglich nach Norden an die schwedische Küste zu kommen. Der Wind nimmt gegen Mittag zu, was ich in der Koje bemerkt und aufstehe, um das erste Reff ins Groß zu nehmen. Gleichzeitig tauschen wir die Genua gegen die Fock. Nun liegt das Schiff etwas ruhiger und wir laufen trotzdem unsere 5,5 Knoten. und einen Kurs von 340 Grad. Michael verabschiedet sich in die Koje und gegen halb acht tauschen wir die Fock wieder gegen die Genua ein. Die Wellen sind weiter unangenehm und wir sind froh, um 2045 die Segel zu bergen und in Richtung Bjurösklubb zu laufen. Dies ist ein kleiner sehr geschützter Hafen, in dem schon die „Lotta“ liegt. Hiermit haben wir nun einen Breitengrad von 64 Grad und 28 Minuten erreicht. Wir legen uns längsseits an die Pier und bringen beidseitig Fender aus, da auch die Sheika noch einlaufen wird. In der mit holzbefeuerten Sauna gegenüber ist um 23 Uhr noch High-Live. Eine Gruppe Jugendlicher sauniert und springt später unter viel Gejohle ins Hafenbecken. Wir essen noch leckere Flammkuchen-Röllchen von Christian, sehr lecker. Dann wird noch etwas erzählt und als ich das Licht lösche, ist es halb zwei.

Morgens um neun wache ich auf. Mein offizieller Urlaub ist zu Ende und ich nutze den Vormittag, um zu arbeiten und mit Kunden zu telefonieren. Unser Nachbarlieger mit einer sportlichen Dehler 30 (eher ein Racer) hat sich durch das etwas gefallene Wasser mit seiner 2.10 tiefgehenden Bombe festgesetzt und wir benötigen ca. 1,5 Stunden, ehe wir ihn mit allerlei Leinenarbeit und künstlicher Krängung und vielem Hin und Herziehen frei bekommen. Nun ist auch erst der Weg für uns aus dem Hafenbecken frei und wir laufen aus. Zunächst ist die Welle noch unangenehm hoch, beruhigt sich dann aber etwas und wir können mit Vollzeug in Richtung 310 und später ca. 30 Grad also in Richtung Töre segeln. Die Sonne scheint, der Wind soll später auf West und dann leider wieder auf Nord drehen. So können wir anfangs noch schön segeln, essen abends Hähnchen aus dem Ofen. Dann schläft der Wind ein, die Maschine muss bis 23 Uhr wieder ran, bevor sich dann der Westwind tatsächlich für 4 Stunden einstellt und uns in der „Nacht“, die hier schon lange keine mehr ist, gut voranbringt. Wir setzen uns eine Route zum Fahrwasser nach Töre auf und hoffen, dort morgen am Nachmittag dann endlich anzukommen. Michael und Christian schicke ich in die Koje und übernehme bis um halb fünf die Wache, bevor ich beide wecke.

Die beiden bringen uns weiter nach Osten durch die Schären. Das Wetter ist schön, aber kalt. Wir müssen ein paar Kreuzschläge einlegen, bevor wir in Richtung Norden in den Sund einbiegen können, der uns nach Töre bringen soll.

Die Racing App ist kurz vor unsere Ankunft abgeschaltet worden, aber auf marinetraffic kann man uns weiter verfolgen.

PS: Ich bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen, da ich auf der Reise wenig Zeit und Ruhe zum Schreiben habe …

Weitere Bilder folgen, wenn wir ein besseres Internet haben. Dann folgt im nächsten Beitrag der Zieleinlauf in Töre!

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Nun ist es doch passiert.

Nun ist es doch passiert.

Zumindest ist unser letzter Plan aufgegangen. Um 11 Uhr verließen wir die Ankerbucht in Richtung Sandhamn Hafen und füllten dort unsere Wasservorräte auf.

Dann ging es bei schönem Wind (14 Knoten) mit einem Kurs von 30 Grad durch die Schären. Da wir ab und zu Wenden mussten, ließen wir die Genua eingerollt und setzten die Selbstwendefock. Der Wind kam aus Norden, also für uns zunächst mal günstig. Die Sonne schien, die Wellen hielten sich zurück und so liefen wir permanent gute 5 Knoten. Wir passierten die Insel Aggekob an Backbord und liefen auf den Leuchtturm Nassenschärgard zu. Karin zauberte feine Pausenbrote an Deck und so war zumindest vorerst alles „in Butter“

Um 19.00 Uhr fuhren wir zwischen den Inseln Rödlagen und Svartlagen hindurch. Die erste Gasflasche meldete kurz vor dem Abendessen (Grünkerntaler mit Gurkensalat und Bratkartoffeln von Karin – sehr lecker), dass sie leer sei. Um nicht die Komplikationen aus dem Jahr 2023 zu wiederholen, habe ich nun immer 4 volle Flaschen für die Saison an Bord. In Schweden und Finnland sind zwar Gasflaschen zu haben, aber diese haben andere Anschlusssysteme. Um 22 Uhr ließen wir die Maschine für eine halbe Stunde im Leerlauf mitlaufen, um die Batterien zu laden.

Kurz vor Mitternacht passierten wir Kappellskär. Seit Saisonbeginn hatte die Moyenne nun schon 600 Seemeilen im Kielwasser. Auf der Race-App sahen wir immer mehr Schiffe, die Ziellinie passieren. Die Moana Blue war mit uns das einzige Schiff, was noch in großem Abstand auf Kurs Töre lief. Unsere Hoffnung, es ggf. doch noch im Zeitlimit zu schaffen waren minimal, vor allem da ein neues Starkwindgebiet am Donnerstagabend bis Freitagnachmittag wieder Windgeschwindigkeiten mit bis zu 40 Knoten (Ende 8 Baufort) vorhergesagt wurde.

Kurz nach Mitternacht sagen wir für Michael ein Geburtstagsständchen und kurz darauf schlief er bereits in der Koje und Karin und ich übernahmen die Hundewache.

Um 01.30 Uhr fahren wir zwischen den Inseln Österjo und Grani durch. Der Wind hat abgeflaut und so geht es lediglich mit 2-3 Knoten Fahrt weiter. Normalerweise würde man nun die Maschine starten oder wäre im Hafen. Aber nun sind wir ja weiter im Regatta-Modus, also nach zwischenzeitlich 6 Knoten Fahrt nun in der Superflaute. Richtig dunkel wird es hier nachts nicht mehr. Wir identifizieren die Leuchttürme und Tonnen anhand ihrer Kennung , dann kommt ein schwaches Windfeld und bringt uns etwas weiter in Richtung Ausgang der Schärenwelt, den wir gegen 05.00 Uhr erreichen. Da liege ich aber schon seit einer Stunde wieder in der Koje. Unsere Hundewache endete um 0400 und so bleiben knapp 4 Stunden Schlaf, bevor wir unsere nächste Wache von 0800 bis 1400 antreten. Die scheidende Wache kocht für die aufziehende Wache immer Tee oder bereitet einen kleinen Snack vor. Noch 360 Seemeilen bis Töre.

Der Morgen bringt endlich tolles Segelwetter. Der Wind kommt aus SO mit ca. 12-14 Knoten und so laufen wir mit dem Groß und dem Genacker auch um die 6 Knoten und der Kompass zeigt nach Norden. Die Außenlautsprecher laufen und bringen uns eine Playlist von Jaqueline ans Ohr. Den Genacker tauschen wir gegen die Genua, um ihn später erneut zu setzen. Der LT Marketstollen bleibt an Backbord. Raumschot-Kurse wechseln sich mit Butterfly ab und so geht es in die nächste Nacht. Der Wind dreht erwartungsgemäß von S über SSW auf W und dann auf NW mit konstanter Stärke um die 4 Bft. Die Batterie steht bei 85% und der Wasserstand beträgt 56%. Nach meiner Wache, die um 00 Uhr endet freue ich mich auf die Koje, wache aber um ca. zwei Uhr wieder durch kräftige Schiffsbewegungen auf. Moyenne steigt und fällt die Wellenberge hoch und runter, der Wind hat deutlich zugenommen. Ich krieche aus der Koje und wir nehmen das erste Reff rein und wechseln von der Genua auf die Fock. Nun läuft das Schiff zwar etwas langsamer aber deutlich ruhiger. Im Gegensatz zu vielen Charterschiffen (Bavaria, Hanse, Delphia) taucht die Sirius zu 90% sanft in die Wellen ein, ohne das sonst übliche „Schlagen“. Dies liegt an dem tiefen Vorfuß, der bei anderen Schiffen eher flach gehalten wird, um mehr Platz im Vorschiff zu erhalten. Wir laufen nun mit einem Kurs von ca. 35 Grad in Richtung finnische Westküste und wollen unterhalb von Vaasa den Hafen von Kirstenstad anlaufen, da am Donnerstagabend bis Freitagmittag wieder Sturm mit bis zu 40 Knoten Wind in Böen angesagt sind. Damit würden wir auch unser Ziel Töre ggf. doch noch im Zeitlimit zu erreichen streichen können. Traurig, aber wahr.

Nach dem einsetzenden Nieselregen reffen wir um 12 Uhr aus und laufen mit dem Groß und Genua mit 5,5 später mit 6,5 Knoten mit Kreuzschlägen in Richtung Kristinstad. Wenden heißt bei uns, bedingt durch das Kutterstag folgendes: Zunächst wird die Fock rausgelassen, die schirmt die Genua ab. Dann holen wir die Genua rein. Wenden, holen die Genua wieder raus und die Fock danach wieder herein. Da ich keine automatischen Furler habe, ist das mit etwas Muskelkraft zu erledigen. Insbesondere in der Fockschot ist auf Grund der Selbstwendefunktion ziemlich viel Reibung und erfordert deshalb viel Kraft. Bei der Genua ist es die Fläche von ca. 43 m², die die Sache etwas erschwert. Aber es geht auch wenn ich alleine segle. Bei der Fock muss man die Schot immer manuell aus dem Block führen, bei der Genau kommt es auf den richtigen Ruck (teilweise mit der Schiffsbewegung) an. Am Ende der Segelsaison hinterlässt diese Aktion ihre Spuren in Form von Hornhaut an den Fingern, da ich keine Handschuhe trage.

Wir kreuzen die Küste hoch und der Wind bringt uns auf dem letzten Schlag direkt vor die Ansteuerungstonne. Ich habe blöderweise keine Hafenhandbücher für diesen nördlichen Abschnitt der finnischen Küste. Die App von „Navily“ brachte auch keine entsprechenden Infos, dafür aber die App von „Mooringo“.

Karin knackt kurz bevor wir die Ansteuerungstonne erreichen noch die heutige Bestmarke von 7 Knoten Speed. Bei der grünen Tonne fallen wir ab und suchen uns den Weg zum Tonnenstrich, der uns in den Hafen führen soll. Wir wechseln vorsichtshalber auf die Fock, um bessere Sicht nach vorn zu haben. Dann heißt es Tonnen finden und auf der Seekarte abhaken. Wir folgen dem Tonnenstrich und bergen erst kurz vor dem Hafen die Segel. Karin fährt uns bis kurz vor den Steg mit Heckbojen. Ich krame den Bojenhaken aus der Backskiste, der hier seit den schwedischen Ostschären ein tristes Dasein gefristet hat. Mit dem Hafenmeister, der gleichzeitig wohl der Inhaber von Hotel Kristian ist hatte ich vorher telefoniert, um sicher zu sein, einen Platz zu bekommen. Das wäre nicht nötig gewesen, der Gästesteg ist quasi verweist. Das angegliederte Hotel scheint ein Gebäude aus den Anfängen der 70ziger Jahren zu sein. Nur eine kleine Yacht liegt vor Heckanker. Wir gehen neben sie. Christian angelt mit dem Haken die Boje und wir tasten uns an den Steg heran. Das dauert, da von achtern die Entfernung zum Steg sehr schwer abzuschätzen ist. Wenn ich alleine segle, fahre ich immer mit dem Heck zum Steg, da ich einfach viel besser die Entfernung abschätzen kann. Die Heckboje wird dann zur Bugboje. Auch das Ablegen ist dann einfacher.

Um 21 Uhr haben wir 106 Meilen auf der Logge und ich rufe Robert von der Regattaleitung an, um uns abzumelden. Die Abendsonne scheint noch ist Cockpit und ich entkorke eine Flasche Champagner, die ich eigentlich für den Zieleinlauf gekauft hatte, aber nun haben wir auch ein Ziel erreicht: Wir sind das nördlichste Schiff was sich nun abgemeldet hat und wir versuchen unseren Frieden mit der Situation zu machen. Aber erst einmal lassen wir uns den Champus schmecken und resümieren, dass wir fast alles gegeben haben, um das Ziel im Zeitlimit zu erreichen. Im Nachhinein haben wir in Ystad wertvolle Zeit verloren. Wir hätten noch nach Simrisham durchfahren können, um vor die nächste Front zu kommen. Gleiches gilt ggf. für den Stopp im Askösund. Hier brauchte ich allerdings eine ordentliche Schlafpause. Wir hatten bis dato alles in Allem eine tolle Tour. Das Regattafeeling hat uns schneller als gedacht gepackt, geschürt durch die App. Mittels dieser ließ sich das Rennen ja sehr gut verfolgen. Entscheiden war, dass wir alle viele Spaß hatten, uns supergut verstanden haben und bestimmt das eine oder andere dazugelernt haben. In zwei Jahren werde ich -vorausgesetzt ich finden wieder eine willige Crew – es erneut versuchen. Während ich dies schreibe (um 23.38 Uhr am 3.7.) wehen Böen mit über 28 Knoten durch den Hafen.

Ein Wehrmutstropfen bleibt. Gerne hätte ich das Gefühl über die Ziellinie zu fahren genossen. Nun werden wir nicht über eine Ziellinie fahren aber dennoch unsere Ziel Töre erreichen, nun etwas später.

Unter dem folgenden Link kann man sich eine App herunterladen, um das Rennen (Midsummersail 2025) live zu verfolgen. Die App bleibt wohl bis Ende Juli aktiv, somit ist unserer weitere Reiseverlauf auch noch zu verfolgen. Ansonsten kann man uns auf marinetraffic verfolgen.

https://www.midsummersail.com/gps/ de

PS: Ich bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen, da ich auf der Reise wenig Zeit und Ruhe zum Schreiben habe …

Weitere Bilder folgen, wenn wir ein besseres Internet haben. Dann folgt im nächsten Beitrag auch das Problem mit der Heizung, die bei 30 Knoten von hinten ihren Dienst vorläufig aufgab.

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Viele Boote geben auf. Wir nicht.

Nachricht von der Regattaleitung.

Nach unserem Sturm-Stopp in Ystad, liegen wir heute morgen (Montag, den 30.06.) noch in einer Bucht bei Sandhamn. 

Aus Ystad sind wir am Mittwoch um 0400 Uhr rausgefahren. Der Sturm war durchgezogen und wir richteten unseren Bug nach NO. Der Wind kam aus Westen und so ging es raumschots in Richtung Hanöer Bucht. Zu diesem Zeitpunkt waren wir auf Platz 53. In Ystad hatten weitere Boote aufgegeben. Der Logik folgend müssten wir nur lange genug in einem Hafen liegen, um Plätze gutzumachen. Gegen 12 Uhr erreichten uns Regen und kräftige Schauerböen. Der maximum Speed lag bei 8.4. Knoten. Wir tauschten die Genua gegen die Fock und weiter ging es. Um 14 Uhr hatten zwei weitere Boote aufgegeben. Durch die Hanöer Bucht ging es mit viel Geschaukel und einer guten Geschwindigkeit. Die Welle runter surfend wies das Raymarine Gerät einen neuen Rekord von 10.3. Knoten aus. 

Wir erreichen den Eingang zum Kalmarsund, den wir nachts durchqueren. Die Welle nimmt spürbar ab und es ist ein schönes Segeln duch die Nacht. Die Leuchttürme, Seezeichen und andere Schiffe müssen an Hand ihrer Lichterkennung identifiziert werden. In Kalmar überholen wir die Moana Blue, die in Kalmar einen Crewwechsel hat. Sie wird uns später wieder einholen.

Es gibt Best Breakfast von Christian und später gebratene Ochsenfetzen. Dazwische immer wieder wechsel der Segelstellung und der Segelgarderobe. Dann geht es in die zweite Nacht auf See in Richtung Arkösund. Hinter uns fallen noch weitere Boote aus, so dass wir auf Platz 47 rutschen. Es ist eine weiter Sturmfront angesagt, so dass wir beschließen, in den Arkösund zu laufen, um dort die Front abzuwettern. Wir hätten es ggf. auch noch in Richtung Nyköping geschafft, aber eben nur mit dem Risiko es wieder mit 30 Knoten Wind zu tun zu bekommen. Also laufen wir um 0800 Uhr in dem Hafen ein. Später merke ich, dass ich hier schon 2023 einmal war. Der Hafen leert sich und ich bin nicht sicher, ob wir hier doch Zeit verschenken. Aber die anderen Schiffe laufen nur wenige Meilen überwiegend nach Süden. In der Nacht hatte ich auf Grund des vielen Seeganges, eines Batteriealarms und überhaupt fast gar nicht geschlafen, obwohl wir keine Hundewache (00-04 Uhr) hatten. So war ich in etwas abgekämpfter Stimmung. Als es um die Diskussion des nächsten Auslauftermins ging, einigten wir uns deshalb auf 0400 Uhr und nicht auf einen früheren Zeitpunkt. Ich brauchte noch ein bisschen Schlaf.

Um 0400 Uhr liefen wir bei schönem Wetter aus und motorten zu der Stelle, an der wir gestern die Maschine gestartet hatten. Hier setzten wir Segel und nahmen Kurs auf Nyneshamn und grob in Richtung Stockholm. Zuerst ging es wieder über die offene See, dann hinein in die Schärenwelt. Die Welle nahm ab und der Wind kam weiter von achtern, so dass wir immer im Butterflymodus segelten, was für den Speed nicht wirklich gut ist und viel Konzentration erfordert. Der Speed lag immer um die 5 Knoten. Böen waren nun wieder mit bis zum 25 Knoten angesagt und so hatten wir das erste Reff im Großsegel eingezogen. Und tatsächlich erreichten uns Böen mit 24 Knoten Wind. Karin kochte das Abendessen. Wir wollten nach Sandhamn kommen, um dort die nächste Front (wohl mit über 30 Knoten) abzuwarten. Die ETA (Estimated Time of Arrival) hatten wir vor dem Auslaufen mit 2100 Uhr berechnet. Ich hatte entsprechend große Wegpunkte im Plotter gesetzt, allerdings auch etwas über Sandham hinaus. Als ich gegen 2030 Uhr auf den Plotter schaute, hatte ich das allerdings vergessen und dachte, dass wir erst um 23 Uhr angekommen würden. Ich kontrollierte den Standort und die Karte und stellte fest, dass wir ruckartig nach Steuerbord eindrehen mussten, da Sandhamn quasi querab lag. Gesagt getan. In Sandhamn findet an diesem Wochenende die Regatta „Gotland Rund“ statt. Der Hafen war voll mit Regattaschiffen. Die Crew der Romanca teilte mit, dass sie eine einem nahegelegenem Hafen liegen und ein Platz frei war. Eine halbe Stunde später machten wir längsseits fest und hatten einen netten gemeisamen Abend bei uns an Bord. 

Nachts frischte es dermaßen auf, dass die Moyenne hart an den Steg gedrückt wurde und die Fender viel zu tun bekamen.  Morgens waren es dann permanente 24 Knoten und teilweise mehr. Das Wasser spritzt aus den Zwischenräumen der Boote und dem Steg und wir mussten hier unbedingt weg. Der Hafen war auch hier voll mit Regattaschiffen. Start sollte um 14 Uhr sein. Ich hatte mir einen Mooringplatz ausgesucht, der machbar wäre. Dann bekamen wir den Tipp doch nach Sandhamn zu fahren, da der Wind über Nacht weiter zunehmen und auf NW drehen würde. Also machten wir einen Ablegeplan. Ich wollte versuchen, etwas in die Achterspring einzudampfen, um den Bug etwas vom Steg wegzubekommen. Das Schiff hatten wir zum Stegende verholt. Von da aus würde ich mit etwas Speed schnell vom Steg freikommen. Das ganze Manöver war auf Grund des auflandigen Windes etwas brenzlig. Alternativ wäre ich in die Vorspring eingedampft, das klappt auch bei Starkwind, daber zunächst versuchte ich es anderes. Kurzfristig ließ der Wind etwas nach (21 Knoten) und der Bug kam etwas vom Steg frei. Also Leinen los und weg waren wir.

Mit Maschine ging es nach Sandhamn. Allerdings wurde der Regattastart verschoben und alle Boote liegen zurück in die Häfen, so dass es aussichtslos war, einen Platz zu bekommen. Wir beschlossen in einen sehr geschützte Ankerbucht zu fahren. Hier lagen bereits drei Schiffe und der Anker fiel im 3 Versuch auf ca. 4 Meter und wurde mit 2.000 Umdrehungen ordenlich einfahren.

Die Bucht anzulaufen war die richtige Entscheidung und wir verbrachten einen schönen entspannten Abend und eine ruhige Nacht.

Morgens bekam ich einen SMS von der Regattaleitung. Robert fragte: „Hallo Gustav, alles gut bei Euch? Seid Ihr noch im Rennen?“

Wir sind im Feld ja wirklich weit abgeschlagen aber geben noch nicht auf. Also schrieb ich zurück: „Ja, auch wenn es nicht so aussieht. Er könne aber – wenn der letzte aus dem Hauptfeld im Ziel ist – gerne die Zelte abbrechen und uns einfach unsere Medallien an die gelbe Tonne hängen :)“.  Ich haben noch keine Antwort bekommen. Unsere Plan, ist nun die Bucht um 11 Uhr zu verlassen, in Sandhamn Wasser zu nehmen und Müll dazulassen und uns dann weiter in Richtung Norden zu kämpfen.

Die Windprognose ist weiterhin für uns relativ ungünstig: NW 4-6.

 

Unter dem folgenden Link kann man sich eine App herunterladen, um das Rennen (Midsummersail 2025) live zu verfolgen:

https://www.midsummersail.com/gps/ de

PS: Ich bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen, da ich auf der Reise wenig Zeit und Ruhe zum Schreiben habe …

Am Samstag, als die Sonne am höchsten stand, gingen 86 Schiffe an den Start. Ursprünglich waren einmal 100 Boote gemeldet.

Die Wetterprognose, vorgetragen vom Metreologen Dr. XY war alles ander als vielversprechend. Am Starttag sollte der Wind schwach wehen und ab Montag Abend würde das erste Sturmtief über die westliche Ostsee ziehen. Wir aßen im Fischrestaurant und lauschten anschließend noch ein wenig der Live-Band und bestaunten um 22.30 Uhr das Feuerwerk. Mit einer gewissen Anspannung ging es in die Kojen.

Um 0730 hieß es: Reise, Reise aufstehen! Nach einem ordentlichen Frühstück legten wir bei strahlendem Sonnenschein und guten Winden in Richtung Startline. Die 8 Seemeilen vergingen schnell und vorbei ging es an der Pier kurz vor den Schwedenköpfen. Dort wartete Frau Reinke und Ralph mit einem großen Transparent auf uns (voll nett). Wir starteten in der zweiten Startgruppe um 13.15 Uhr reihten uns aber ungewollt „defensiv“ ein, der nachlassende Wind brachte und nach 10 Minuten über die Startlinie. Mit Kreuzkurs ging es auf Kurs nach Nordwesten zum Ausgang der Bucht. Es war schon ein beeindruckendes Feld, das sich überwiegend vor uns befand. Am nördilchen Ausgang ging es dann in östlicher Richtung und wir hatten tatsächlich einige Schiffe hinter uns gelassen. Der Wind schläft ein. Wir entscheiden uns etwas gegen den laufenden Kurs zurück zu kreuzen, um in ein Windfeld zu kommen, was uns tatsächlich auch gelingt. Andere „verhungern“ dicht unter Land, so dass wir einige Plätze gutmachen können. Das Regattafieber hat uns gepackt. Kurzfristig setzen wir den Genacker, den wir 20 Minuten später wieder gegen die Genua tauschen.

Unser Wachsystem ist nun in Kraft getreten, d.h. in den ersten Tagen gehen wir jeweils  4 Stunden Wache.

Die Nacht kommt und der Wind schläft nahezu komplett ein. Die glatte See, die Lichter der anderen Schiffe, sowie die der Leuchtfeuer versprühen eine tolle Atmosphäre. Wir treiben anfangs in einem kleinen Feld von ca. 5 Boten durch die Nacht, bevor der Morgen anbricht.  Drei Boote haben sich im Schutze der Dunkelheit unerlaubter Weise von uns entfernt und wir versuchen, das bisschen Wind mit den Segeln einzufangen. Gegen 0900 kommt Wind auf und wir laufen mit 4, später mit 6 Knoten in Richtung Warnemünde.   

Wir lassen für 30 Minuten die Maschine mitlaufen, um unsere Batterien zu füllen und hangeln uns an der Kadettrinne weiter in Richung 060 Grad. Zwischendurch stetzen wir wieder den Genacker. 

Der Wind nimmt, wie angesagt weiter zu und plötzlich hören wir einen Ruf von Bremen Rescue. Sie haben einen nicht weiter bezeichneten Notruf von der Avanza erhalten, bekomme aber keinen Funkkontakt. Über ein anderes Berufsschiff wird versucht Kontakt aufzunehmen aber erfolglos. Es erfolgt die Koordination der Rettungsaktion. Schließlich gibt es gute Nachrichten. Der Einhandsegler wir auf dem gekenterten Katamaran gesichtet und später abgeborgen und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. In der internen Signalgruppe gibt es erleichternde Kommentare. 

Fortsetzung folgt.

Um 17 Uhr erreicht der Wind dann bis zu 22 Knoten und rauschen mit viel Speed die Wellen hinuter. Plötzlich sind da 28 Knoten Wind und wir rollen die Genua weg, Bergen das Groß und setzen danach die Fock und das Groß. Ein Blick auf den Maximunspeed zeigt uns: 10,3!! Die Rumpfgeschwindigkeit liegt bei ca. 7,6 Knoten, der Rest ist also dem Surfen auf der Welle geschuldet und stellt einen neuen Rekord dar.

Es geht in die zweite Nacht auf See und wir arbeiten uns auf den 61. Platz vor. Aber die Schaukelei läßt uns in der Freiwache kaum zur Ruhe kommen. Dafür haben wir ein Etmal von 96 Seemeilen (also 96 Seemeilen von Mitternacht bis Mitternacht). Kurz vor Ystad funke ich einen Tanker an,  der unsere Linie ausweichpflichtig kreuzt. Er sagt, dass wir Kurs und Speed beibehalten sollten und er uns an Backbord passieren würde. Einige Fragezeichen tauchten in meinem Kopf auf, aber gut. Kurze Zeit meldet er sich wieder über Kanal 16 und ich biete an, ihm Raum zum Passieren zu geben, was er dankend annimmt. Es zeigt sich wieder, wie wichtig ein UKW Gerät an Bord und der Umgang damit ist.

Dann arbeiten wir uns bei abnehmenden Wind bis nach Ystad vor. Hier machen wir um 09.00 Uhr fest.

Am nächsten Tag, gehen Michael und ich Joggen, dann reparieren Christian und ich noch die Stopper von der Fockschine. Der Rest des Tages vergeht. Wir füllen Wasser auf, kochen und gehen früh in die Koje.

Um 0400 Uhr laufen wir aus Ystad mit Kurs 050 Grad und ca, 6 Knoten aus. Die Genua und das Groß im 1. Reff bringen uns gut voran. Um 0800 liegen wir auf Platz 55 um später auf Platz 53 zu klettern. Der Grund dafür war, dass neben uns noch 7 weiter Regattateilnehmer Zuflucht gesucht haben und zwei weitere Schiffe aufgegeben haben. Weitere werden noch folgen.

Unter dem folgenden Link kann man sich eine App herunterladen, um das Rennen (Midsummersail 2025) live zu verfolgen:

https://www.midsummersail.com/gps/ 

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