Um 11 Uhr drehen wir in den Sund ein. Der Wind frischt kräftig auf und wir kreuzen mit viel Fahrt und anfangs ordentlicher Krängung endlich in Richtung Töre. Nachdem der Wind in Böen 23 Knoten erreicht, reffen wir das Großsegel und nehmen die Fock anstatt der Genua. Die Geschwindigkeit nimmt nicht wesentlich ab, aber das Schiff liegt viel ruhiger und benötigt nicht so viel Ruderdruck in den Böen. Um 16 Uhr fahren wir auf das Richtfeuer zu und halten uns dann an Steuerbord und da, endlich sehen wir die gelbe Tonne von Töre zum ersten Mal. Große Freude macht sich breit, haben wir doch nun unser Ziel fast erreicht. Eine Stunde später bergen wir die Segel und laufen mit Maschine langsam gegen den Wind mit dem Heck zur Tonne und machen dort für einen ausführlichen Fototermin (leider habe ich mich bei der Kappe vergriffen. Ich wollte die Midsummersail-Kappe aufsetzen und habe versehentlich die genauso aussehende Captains-Kappe gegriffen …) fest! Was für eine Freude und Erleichterung gepaart von Stolz, dass wir es nun doch noch geschafft haben! Kurze Zeit später gehen wir längsseits an die Pier. Ein deutscher Einhandsegler kommt ebenfalls an der Tonne an und wir helfen ihm später beim Anlegen.
Nach einem wohlverdienten „Anleger-Sherry-Weißwein“ erkundet Michael das Terrain und kurze Zeit später sitzen wir bei Anja im Restaurant und bestellen fette Burger bzw. fish and chips. Wir bekommen drei Piccolo Flaschen Sekt aufs Haus und eine Urkunde für das Erreichen des nördlichsten Punktes der Ostsee. Nach einem ausführlichen Absacker im Cockpit und persönlichen Fazits gehen wir geschafft und zufrieden in die Kojen. Nun kann der Urlaub bzw. das entspannte Segeln beginnen 😊.
Insgesamt hat die Moyenne nun schon 5.395 Seemeilen im Kielwasser gelassen.
PS: Ich bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen, da ich auf der Reise wenig Zeit und Ruhe zum Schreiben habe …
Weitere Bilder folgen, wenn wir ein besseres Internet haben. Dann folgt im nächsten Beitrag. Von Töre nach Lulea und weiter südlich.