Die neuesten Entwicklungen

Die neuesten Entwicklungen

Saisonende

Am 4. Oktober endete die diesjährige Saison nach rund 2.320 Seemeilen wieder in Neustadt. Hier werden Winterarbeiten und der Winterschlaf durchgeführt.

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Nach Warnemünde

Noch zweimal Segelsetzen. Noch zwei Hafenmanöver, noch einmal bis zu 20 Knoten Wind, noch eimal 8 Knoten Speed mit Vollzeug. Dann ist es (bis auf den Trip nach Neustadt) für dieses Jahr schon wieder vorbei.

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Echtes Hafenkino

Nach rund 6.000 Seemeilen, war es mal wieder Zeit für das Hafen-Kino. Voher ging es aber vom Arkösund nach Kalmar. Hier passierte es.

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Von Ulvon Hamn weiter nach Süden

Das Wetter ist weiter sommerlich, der Wind allerdings schwach und so muss die Maschine ran. Die Stopps muss ich nun nach der Möglichkeit planen, Diesel zu bunkern. Am Samstag muss ich in Stockholm sein.

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Törnplanung 2026

Erster Entwurf für die Saison 2026

Dieses Jahr wird es keine durchgehende Tour mit der Moyenne geben, da viele andere Termine auf dem Programm stehen. Dafür werde ich immer wieder für ein paar Tage oder auch mal zwei oder drei Wochen auf dem Schiff sein. Neben Leonie haben sich Annette und Gilbert bereits „eingebucht“. Michael wird ebenfalls wieder an Bord sein. Das Reisegebiet wird sich wohl um die Dänische Südsee drehen.  Aber auch nach Kopenhagen möchte ich wieder und die Insel Ven besuchen, außerdem das Lousiana Museum. Auch Neustadt steht diesen Sommer auf dem Programm, da ich Karten für eine ABBA-Show habe. Mit Freunden treffe ich mich an der Schlei. Hoffentlich sind aber auch viele andere Freunde wieder mit an Bord. 

Noch etwas unklar ist, ob ich die Regatta „Rund um Fünen“ vom 5. -7. Juni mitsegeln kann. Start und Ziel ist Kerteminde an der NO Küste von Fünen. Dafür suche ich noch ein bis zwei Mitstreiter. Wir werden für die 140 Seemeilen rund 30 Stunden benötigen, es wird als eine oder zwei Nachtfahrten geben. Das Seegebiet ist landschaftlich und navigatorisch interessant und wellenmäßig sollte sich alles in Grenzen halten.

Hier findet Ihr den Link zur momentanen  Sirius Törnplanung Ostsee 2026

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Die Moyenne im Winter an Land

Warten auf das Ende der „Eiszeit“.

Die Wartezeit.

Jedes Jahr das gleiche Leid. Spätestens Mitte Januar frage ich mich, wann der Winter endlich zu Ende ist und das neue Segeljahr losgehen kann. Aber noch sind die Tage kurz, die Temperaturen niedrig und die Moyenne liegt im eiskalten Wasser in der Ancora Marina, das Deck teilweise von Schnee bedeckt.

Dabei ist eigentlich alles für die neue Saison vorbereitet. Die Maschine ist gewartet, neues Antifouling ist aufgetragen, der Rumpf poliert, die Heizung repariert und die neuen Gasflaschen bereits an Bord. Die Segel kommen von der Durchsicht Mitte Februar an Bord. Da eine der beiden SD Karten mit der Seekarte defekt war, habe ich eine neue bestellt.

Außerdem gibt es Ersatz für den verlustig gegangenen Fender inkl. Fendersocke, der in irgendeinem schwedischen Hafenbecken nun Werbung für Sirus macht. In einem Video von einer neuen Sirius habe ich eine sehr praktische Tasche für die Großschot gesehen. Diese ist bestellt und sorgt dafür, dass der kleine Cockpittisch künftig beim Segeln frei bleibt und anderweitig und somit besser genutzt werden kann.

Also eigentlich alles fertig, dennoch wird es noch ca. 4 Woche bis Mitte/Ende Februar dauern, bis ich das Schiff auswintern kann. Besonders nervig ist, dass man die Toilette nicht benutzen kann. Es sei denn, man will diese bei Verlassen des Bootes wieder einwintern. Da über Weihnachten und Silvester alle Sanitäranlage der Marina geschlossen waren blieb nur der Gang zum Hotel.

Da ich zurzeit beruflich viel unterwegs bin, wird die Zeit aber hoffentlich schnell vergehen. In der 9. KW fahre ich dann nach Neustadt, um die Moyenne aus ihrem Winterschlaf zu erwecken. Bis dahin dauert die Wartezeit noch an.

 
In der Bildergalerie eine kleine Auswahl an „Best of Moyenne“ seit April 2023 und ca. 6.500 Seemeilen zum Zeitvertreib.

Saisonende

Ins Winterlager.

Im Gegensatz zum letzten Jahr spielte das Wetter diesmal mit. Sonne, leichte Winde am Mittwoch und Donnerstag und super Wind am Freitag. So war die Wetterprognose und so war es dann auch in Echt. Ich fuhr bereits am Dienstagnachmittag von Berlin nach Warnemünde, Michael kam am Mittwoch früh. Nach einem ausführlichen Frühstück legten wir gegen Mittag in Richtung Kühlungsborn ab. Schönstes Wetter begleitete uns bis nach Kühlungsborn. Zwischenzeitlich setzten wir den Genacker, dann durfte auch die Maschine noch einmal ran. Da die Nächte bereits kühl sind, lief nachts die Dieselheizung. Am Morgen schaltete ich sie aus und danach wollte sie partout nicht mehr angehen. Alle diese Saison gelernten Tricks halfen nicht. Die Fehlermeldungen variierten von „Mulitcontrol“ und „H02“ über „T12“ und „e4“. Nun darf Herr Klepsch sich dieser ausführlich in den nächsten Wochen annehmen. Gott sei Dank hatte ich den Heizlüfter an Bord.

Von Kühlungsborn ging es u.a. unter Genacker zu dem sehr schön Hafen Timmendorf auf Poel. Ein kleiner, aber sehr netter Hafen mit schöner Atmosphäre. Hier war die Absicherung des Landstroms allerdings dermaßen schwach, dass wir unseren Heizlüfter nur auf schwacher Leistung laufen lassen konnten. Dafür arbeiteten die Denkprozesse beim Schach auf Hochtouren.

Bereits um 10 Uhr liefen wir morgens bei tollem Wind auf südlichen Richtungen aus. Mit uns waren weitere 11 (!) Schiffe in der Bucht unterwegs. Alle nutzten das feine Segelwetter, bevor am Samstag Sturm und Regen kommen sollten.

Dieser kam auch in der Nacht. Wir hatten aber nach dem Einlaufen in Neustadt schon die Genua und das Großsegel abgeschlagen. Eigentlich wollten wir noch das Bimingestänge abbauen, aber es regnete in Strömen, so dass wir diese Arbeit verschoben. Karin war so nett und holte uns mit dem Volvo gegen Mittag ab. Wir verstauten u.a. die übrig gebliebenen Weinkartons, den Genacker und weitere Dinge, die ich im Winter nicht an Bord benötigen werden und dann ging es nach Berlin.

I.A. mit der Ancora-Marina wird das Schiff am Donnerstag für die anstehenden Arbeiten aus dem Wasser genommen. Dazu zählen: Die Motorwartung, der Wechsel der Anoden, die Erneuerung des Antifoulings, das Polieren des Rumpfes und die Ausbesserung eines kleinen Gelcoat-Schades am Heck. Am 16.10. sollte das Schiff dann wieder im Wasser an seinem Platz am V Steg sein. Ende Oktober werden ich dann voraussichtlich für die restlichen Arbeiten erneut hinfahren, bevor das Schiff dann eingewintert wird.

2.319 Seemeilen liegen dieses Jahr im Kielwasser der Moyenne. Der südlichste und der nördlichste Punkt der Ostsee wurden dabei erreicht.

Insgesamt bin ich nun mit dem Schiff seit der Übergaben im Dezember 2022 bereits 6.523 Seemeilen unterwegs gewesen.

Nächstes Jahr steht dann ein etwas gemütlicheres Segeljahr voraussichtlich in der Dänischen Südsee vielleicht bis in Kattegat auf dem Programm. Aber 2027 will ich in jedem Fall die Midsummer Sail wieder mitsegeln – und im Zeitlimit das Ziel erreichen.

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Nach Warnemünde

Zurück nach Warnemünde.

Planänderung, anstatt Barhöft breche ich am Mittwoch gegen 13 Uhr auf, um in den neuen Hafen nach Prerow (ehemaliger Schutz- und Nothafen) zu fahren. Das Wetter ist sonnig, der Wind, wie angesagt mit ca. 12-14 Knoten aus nördlichen Richtungen. Es geht mit der Fock und der Maschine mit 6 Knoten den Tonnenstrich nach Süden. Eigentlich hätte ich das auch mit der Genua machen können, aber angesichts des Verkehrs und der Enge möchte ich frei Sicht nach vorne haben. Außerdem bin ich mit der Fock bei Winddrehungen flexibler. Eine backstehende Genua kann ich in engen Fahrwassern nicht gebrauchen, da es außerhalb des Tonnenstrichs Stehtiefe hat. Das Ganze zieht sich dann doch über zwei Stunden hin, dann geht’s in fast in gegensätzlicher Richtung an Barhöft vorbei und an der Westseite von Hiddensee wieder ein Stück in nördliche Richtung, bevor ich nach Westen drehen kann. Mit Groß und der Genua geht’s es dann mit halbem Wind in Richtung Prerow. Gegen 19 Uhr berge ich die Segel und laufe unter Maschine in den rund angelegten Hafen ein. Ich hatte mir einen Platz in einer Box reserviert. Die Pfähle sind allerdings so hoch (ca. 5-6 Meter über der Wasserlinie und dick, wie eine Litfaßsäule), so dass ich mich frage, wie soll man hier vernünftig eine Leine drüberlegen. Warum fragt man nicht bei der Planung mal ein paar Segler, wie diese Boxen am besten zu gestalten sind? Ich aktiviere den bereits abgebauten Bojen Haken und fahre mittels „Bugboje“ an den Anleger. Neugierige Augen aus den Cockpits der anderen vielleicht 20 Boote beobachten das Ganze. Einer kommt aber dann doch an meinen Platz und hilft, eine Leine anzunehmen. Er hatte die Flagge am Achterstag mit der Nr. 1 gesehen und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Ich mache mir den Rest der Gnocchi warm und sitze dann noch mit einem Glas Rum und einer Zigarre im Cockpit. Morgen geht’s nach Warnemünde.

Da der Wetterbericht wieder ab ca. 14 Uhr Böen mit 20 Knoten angesagt hat, breche ich früh auf. Es erwischt mich dann aber doch noch, da ich anfangs nicht so schnell vorankomme, wie geplant. Dafür rauscht die Moyenne dann die letzten 1,5 Stunden mit etwas zu viel Segelfläche (Vollzeug) bei halbem Wind (bis 20 Knoten) mit bis zu 8 Knoten Speed nach Warnemünde. Die Welle nimmt deutlich zu und das Großsegelbergen wird wieder zu einem Tanz auf dem Vulkan. Dann rein in den Hafen und bei 18 Knoten Wind bekomme ich gleich beim ersten Anlauf das Schiff sicher in die Box. Ein Nachbar nimmt die Luvachterleine in die ich eindampfen kann. Dann die Bugleinen über die Poller und die Achterspring ausgebracht und dann ist es geschafft und ich auch.

Nach 2.260 Seemeilen und 65 Tagen ist die Moyenne wieder in ihrem Sommerhafen angekommen.

Ich fange nachmittags an, das Schiff aufzuräumen, morgen werden ich den Spa-Bereich des Hotels ausprobieren (dieser wird sich als außerordentlich schön herausstellen). Am Samstag holt mich Leonie ab und ich freue mich, Sie wieder zu sehen. Dann gehts nach Berlin (ich muss ja schließlich zum Friseur). I

n der Nacht von Freitag auf Samstag windet und regnet es heftig und auch am Samstag morgen weht es im Hafen wieder mit bis zu 30 Knoten Wind. Gut, dass ich bereits am Donnerstag hier her gekommen bin.

Wie immer klingt etwas Wehmut mit, wenn die Saison zu Ende geht. Es ist einfach schön, die überwiegende Zeit draußen an der Luft zu sein und sich den Wind (hätte etwas beständiger sein können) um die Nase wehen zu lassen. Seit Töre war das Wetter eigentlich immer sommerlich warm mit viel Sonne und wieder habe ich viele nette Menschen kenngelernt und auch wieder viel dazugelernt.

Ende September/Anfang Oktober segele ich dann die Moyenne nach Neustadt also zum Winterliegeplatz. Dort endet dann eine wieder einmal schöne Segelsaison.

 

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