Die neuesten Entwicklungen

Die neuesten Entwicklungen

Saisonende

Am 4. Oktober endete die diesjährige Saison nach rund 2.320 Seemeilen wieder in Neustadt. Hier werden Winterarbeiten und der Winterschlaf durchgeführt.

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Nach Warnemünde

Noch zweimal Segelsetzen. Noch zwei Hafenmanöver, noch einmal bis zu 20 Knoten Wind, noch eimal 8 Knoten Speed mit Vollzeug. Dann ist es (bis auf den Trip nach Neustadt) für dieses Jahr schon wieder vorbei.

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Echtes Hafenkino

Nach rund 6.000 Seemeilen, war es mal wieder Zeit für das Hafen-Kino. Voher ging es aber vom Arkösund nach Kalmar. Hier passierte es.

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Von Ulvon Hamn weiter nach Süden

Das Wetter ist weiter sommerlich, der Wind allerdings schwach und so muss die Maschine ran. Die Stopps muss ich nun nach der Möglichkeit planen, Diesel zu bunkern. Am Samstag muss ich in Stockholm sein.

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Schleswig – Kappeln

Unbeständiges Wetter in Richtung Schleswig

Als ich am Dienstagabend wieder in Schleswig ankomme liegt die Moyenne gut vertäut längsseits am Steg. 

Am Mittwoch schaue ich mir nach einer Jogging-Runde Schleswig an. Insbesondere der Dom ist sehenswert aber auch der „Holm“. Im Supermarkt kaufe ich ein bisschen Nachschub. Abends treffe ich Anna und Bert und nach einem Abendimbiss am Hafen geht es noch auf einen Absacker auf die Moyenne. Es ist heiß geworden, und ich hatte morgens schon das Sonnensegel aufgebaut. Am Donnerstagabend geht es auf die andere Seite der Schlei zum feinen Abendessen im Biergarten. 

Pünktlich um 11 Uhr laufen wir am Freitag aus. Der Wind passt und wir können zunächst einmal die Segel setzen. Anna hatte mir übrigens diese nette Karte mitgebracht (Klar zur Wende …). Wir folgen dem Tonnenstrich und nehmen erst dort, wo es kanalartig wird, die Segel runter. Die Brückenoffnung bei Laudanis verpassen wir knapp. So bleibt etwas Zeit zum Baden. Der Ankerplatz ist schnell gefunden und wir genießen die Abkühlung im Wasser. Dann heißt es schon wieder Anker auf und ab durch die Brücke in Richtung Kappeln.

Um 1700 Uhr machen wir in Kappeln fest. Der Strom in dem engen Hafen ist heftig und ich habe so meine liebe Not das Schiff in die Box zu bekommen. Hier zahlt sich das starke Bugstrahlruder dann mal wirklich aus.

Abends warten wir auf einen Platz im Hafenrestaurant und schlendern anschließend durch den kleinen Museumshafen. Mit dem Bus geht es für Anna und Bert zurück nach Schleswig. Es war eine schöne Zeit mit den Dreien!

Ich werde morgen in Richtung Marstal aufbrechen und damit in die Dänische Südsee kommen. Hier sollen auch die Temperaturen erträglicher sein.

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Nach Schleswig

Unbeständiges Wetter in Richtung Schleswig

Crew-Wechsel in Kerteminde. Manfred und Jens treten die Heimreise an. Und während Karin und Michael im Zug nach Kerteminde und später im Bus sitzen, mache ich klar Schiff.

Michael hat sich eine Erkältung zugezogen und verbraucht Taschentücker, Vitamin C und Ingwertee. Ingwer hatte ich reichlich an Bord.

Am nächsten Tag laufen wir in Richtung Samsö aus. Das Wetter ist kalt aber der Wind passt. Wir finden ein freies Plätzchen, und abends wird gekocht. Die Windvorhersage sagt Starkwind für die kommenden Tage voraus. Dennoch entschließen wir uns am nächsten Tag doch in Richtung Aarhus auszulaufen. Der Wetterbericht behält Recht. Bis zu 27 Knoten True Wind messen wir in Böen zu denen sich noch Regen gesellt. Das Ganze ist aber nur von kurzer Dauer. Wir hatten das zweite Reff drin, allerdings auch noch die Genua draußen. Das war doch ein bisschen viel, so dass wir auf die Fock wechseln. Die beiden High-Speed-Fähren werden wir im Tagesverlauf viermal treffen. Nach mehreren Kreuzschlägen nehmen wir kurz vor Aarhus die Segel weg und laufen unter Maschine ein. Der Hafen ist erstaunlich voll, dennoch finden wir ein feines Plätzchen in das wir mit dem Bug voran einfahren. Es gibt sogar eine feine Treppe, so dass wir bequem an und von Bord kommen.

Wir waren schon zweimal in Aarhus. Es ist eine tolle Stadt mit reichlich neuer Architektur am Hafen und einer schönen alten Innenstadt mit hunderten von nettel Läden, Restaurants, Kneipen, Bars und Cafes. 

Karin und ich nutzen die Zeit und gehen morgens joggen, da wir einen Tag hier verbringen werden. Wir besuchen den Dom, Essen und Trinken fein und genießen die Stadt.

Von Kerteminde aus, segeln wir in Richtung Süden. Der Wind kommt schwach aus SO, so dass wir gegen Mittag die Maschine anstatt der Segel zur Fortbewegung nutzen müssen. Da auch die Sonne sich hinter den Wolken verkrochen hat, sinken zudem noch die Temperaturen. Wir laufen um 17 Uhr nach 41 Seemeilen in Bogensee ein und hoffen auf bessere Bedingungen am Freitag. Und, tatsächlich der Wind dreht zwar auf Süd kommt aber nun mit 4-5 Bft. Anfangs noch mit Vollzeug, später mit der Fock und dem ersten Reff geht es mit 6,6 Knoten zügig in Richtung Ärosund. So kreuzen wir nach Süden, ab und zu ziehen Schauer durch. Michael steuert fleißig durch die immer kabbliger werdende See. Eine kleine Regatta läuft gegen die „Ffftein“. Ausgang ungewiss, da sie letztendlich einen anderen Kurs nehmen. Gegen 1745 nehmen wir die Segel weg und finden einen Platz längsseits. Karin eruiert die Rückreisemöglichkeiten, die eher bescheiden ausfallen, aber es soll morgen einen Bus geben. „Soll“ ist das richtige Wort, denn der Bus fiel aus, bzw, fuhr am Wochenende gar nicht. So kam Michael mit Karin im Schlepptau wieder an Bord. So segelten wir weiter zu dritt bei kräftigen Winden (5-6) aus WNW mit dem zweiten Reff und der Genua (mal eine neue Kombi) mit 6,5 bis 7,3 Knoten nach Sonderborg. Als wir in den Sund einlaufen zeigt der True Wind 23 Knoten und wir wechseln auf die Fock und Reffen ein Reff aus. Ohne Welle geht es weiter flott durch den Sund. Kurz vor der Brücke schüttet es nochmal aus Kübeln und die Böen erreichen 26,5 Knoten. Wir finden eine Platz längsseits und Karin sputet sich, um nun doch den Bus zu erreichen.

Michael und ich bleiben bis Dienstag. Ich muss ein bisschen Büroarbeit erledigen und zum Friseur. Abends gehen wir zweimal in das gleiche, sehr gute Restaurant.

Gestärkt, frisiert und erholt geht es am Dienstag weiter in Richtung Kappeln. Um 1020 geht der Genacker hoch und bleibt gute zwei Stunden zusammen mit dem Großsegel unser Zugpferd. Dann kommt – auf Grund der besseren Manövrierbarkeit die Fock zum Einsatz und fahren die Schlei hinuter. Hinter der Brücke machen wir in Kappeln fest. Das Anlegen wird auf Grund des im Hafen setzenden Stroms nicht einfach und ich erlöse den leidenden Michael schließlich und fahre das Schiff in die Box. Ein paar Tage später werde ich die gleichen Probleme haben …

Bei aufklarendem Himmel können wir am Mittwoch sogar einen Teil der Schlei segeln. Es ist eine wirklich traumhafte Landschaft und ich bin froh, das erleben zu können. 

Ich fahre am späten Nachmittag zurück nach Berlin. Michael bleibt noch einen Tag länger an Bord und hat das „Vergnügen“ das Schiff in die Nachbarbox verlegen zu müssen. Mit der Nachricht weckt mich Michael am kommenden Morgen, als ich noch schlaftrunken im Berliner Bett liege. Wir besprechen alles und mit Hilfe zweier Stegnachbarn geht alles glatt. 

Ich verbringe ein paar Tage über Leonies Geburtstag in Berlin und fahre am Dienstag wieder mit der Bahn nach Schleswig. 

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Regatta Rund Fünen

Rund Fünen

Rund 86 Boote nehmen an der Regatta teil. Wir legen um 0945 ab. Unsere Startzeit ist um 1045 in der Gruppe 2. Es wird ein Kängurustart, das heißt die langsamen Boote starten zuerst. Dadurch zieht sich das Feld zunächst zusammen. Der Start ist unkompliziert und wir laufen um die Ablauftonne und gehen auf raumschotskurs. Henner setzt sich schnell unter Genacker ab. Wir umrunden die Ecke östlich von Kerteminde und können dann einen Halbwind-Kurs anlegen. Der Wind kommt aus Westen mit 14 Knoten und wir laufen unter Vollzeug mit bis zu 8.3. Knoten deutlich schneller als die Rumpfgeschwindigkeit. Der Strom hilft dabei. Mit vielen anderen Booten können wir einigermaßen mithalten, aber sie laufen oft einen halben oder sogar einen Knoten schneller. Bei 5 Stunden bedeutet das schon bis zu 5 Seemeilen Vorsprung. Spaß haben wir bei den Bedingungen in jedem Fall. Manfred lässt es krachen und wechselt sich mit Jens am Steuer ab. Wir runden eine rote Tonne und dann geht die „Kreuzerei“ los. Das Feld zieht sich auseinander. Wir wechseln auf die Fock, um schneller wenden zu können. Der Wind hat nun komplett auf West gedreht, kommt also aus der Richtung, in die wir fahren müssen. Immer wieder treffen wir u.a. auf eine „Maxi“, die immer dicht unter Land bleibt. Wir werden sie irgendwo im Sund morgens überholen, bevor sie dann wieder unbemerkt an uns vorbeizieht.

Zunächst mühen wir uns auf der Kreuz. Mit der Genua hart am Wind, d.h. Einfallwinkel ca. 35 Grad. Dann Fock raus. Genua einrollen, was bei viel Wind viel Kraft kostet. Dann Wenden, Genua raus, Fock rein. So geht das mehrere Stunden in Richtung Westen. Abends freuen wir uns über das vorbereitete Chili. Jens geht gegen 2230 in die Koje. Die Navigationsbeleuchtung wird eingeschaltet und Manfred und ich mühen uns in Richtung Middelfahrt. Ein Fischer überholt uns. Die Dachwinsch zieht nicht mehr voll und wir bekommen einen Spannungsabfall-Alarm in der Servicebatterie, obwohl diese noch bei 87% steht. In der Vergangenheit war sie auch schon mal auf 65% runter, ohne dass es einen Alarm geben könnte. Die aus der Batterie rausgehenden Amperestunden zeigen nichts Auffälliges. Wir lassen die Maschine mitlaufen und laden die Batterien auf 97% auf. Das Spiel sollte sich wiederholen. Die Gründe dafür sind noch unbekannt. Wir passieren die beiden Brücken gegen 0200. Der Mond geht an Backbord auf und der Strom hilft nun ein bisschen mit. Um halb viel überholen wir die Salema. Sie wird sich revanchieren.

Jens wechselt sich mit Manfred ab. Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis durch die Nacht, die hier ja nur ca. 3 Stunden andauert, zu fahren. Gegen 0500 Uhr gehe ich in die Koje. Wir verlieren aus unerklärlichen Gründen zwei Plätze und haben nur noch die Aquarius hinter uns. Der Wind ist eingeschlafen und wird erst gegen 11 Uhr mit 4 Bft. zurückkommen. Natürlich aus SO, also in die Richtung, in die wir müssen. Mit 4,5 Knoten kreuzen wir nach Süden. Über Land wird es zappenduster. Wir passieren den LT von Healnes und können etwas abfallen und in den Sund einlaufen. Ein kleiner Kreuzer läuft mit uns. Der Wind hat zwischenzeitlich zugenommen, um kurz vor Lyö wieder abzunehmen. Die dunkle Wand kommt mit einer grauen Walze auf uns zu gerollt. Es blitzt und der Luftdruck fällt rasch. Das sieht nicht gut aus. Meinen Gedanken mit Maschine weiter in den Sund zu einer Stelle zu fahren, die uns Manöverfreiheit verspricht lassen wir fallen und fahren in den Hafen von Avernako ein. Dort gehen wir rasch längsseits. Unser Verfolger, die Aquarius läuft hinter uns ein. Später erklärt der Däne, das er so eine Walze noch nicht gesehen hat. Es fängt an stark zu regnen aber der große Wind bleibt aus. Die Front zieht weiter in den Sund und wir sehen die Blitze. Da wollten wir nicht hinterherfahren. Schweren Herzens melde ich uns von der Regatta ab, da das Zeitfenster nicht zu schaffen ist. Wir entspannen uns, ich koche und wir haben einen schönen Abend an Bord. Morgen früh um 0500 soll es weiter gehen.

Gesagt getan, um 0500 legen wir ab und fahren den Sund hinauf in Richtung Svendborg. Ein bis 1,5 Knoten Gegenstrom gestaltet die Sache länger als gedacht. Schließlich drehen wir bei Turö Rev nach Norden. Ich schlafe zwei Stunden und dann setzen wir den Genacker. Dieser bringt und vor die Westdurchfahrt der Belt-Brücke mit einer Durchfahrtshöhe von 18 Meter (wir haben 16.1). Danach setzen wir nochmal Vollzeug und düsen in Richtung Kerterminde. Um 15 Uhr tanken wir voll und verholen uns in eine passende Box. Henner und Kai sind uns noch entgegengekommen und wollen noch nach Marstal kommen. Ich bin froh, dass insgesamt alles sehr gut geklappt hat und Crew und Schiff sicher im Hafen sind.

Auf eine wirklich „erfolgreiche“ Regatta muss ich eben noch warten …

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Richtung Kerteminde

Los geht es.

Nach der Vereinsregatta am Samstag fahre ich am Sonntag (30.5.) in Richtung Warnemünde. Ich bereite abends bereits alles für eine frühe Abreise vor. Der Plan ist über Gedser nach Norden in den Guldbergsund zu fahren.

Um 06.40 Uhr klingelt der Wecker und um 0800 heißt es „Leinen los“. Mit moderatem halben Wind geht es easy in Richtung Gedser. Um 1145 setze ich den „Dannebro“ um 1450 passiere ich Gedser. Unter Genua geht es weiter bis zur Ansteuerungstonne der Rinne in Richtung Nyköping.  Das Echolot meldet 1.60. Ein deutscher Segler kommt entgegen. Freundliches Grüßen. Im Nachhinein hätte er mir ggf. einen großen Umweg ersparen können. Ich folge dem engen Tonnenstrich, der sich in Richtung Nyköping schlängelt. Die Brücke kommt in Sicht und ich bereite alles zum Anlegen im Hafen nach der Brücke vor. Um 1700 funke ich die Brücke an, nichts. Das folgende Telefonat mit dem Brückenpersonal ist ernüchternd. Die Brücke ist für 2 Wochen under construction und kann nicht geöffnet werden (Hä??!!). Also gut, dann eben die ganze Strecke unter Maschine wieder zurück. Ich denke an den deutschen Segler. Hatter er das gleiche Erlebnis? Es gibt ansonsten keinen Grund den Sund nach Norden zu durchfahren.

Um 1830 laufe ich in den Hafen von Gedser ein. Interessiert schaut eine 4er Crew aus einer Hanse, wie ich im Hafen nach einem Platz suche. Ich entscheide mich für eine Box neben einer Yacht. Hier schnippelt eine Frau Gemüse im Cockpit. Ich fahre ein. Keine Reaktion, von niemanden. Der Steg ist recht hoch und hat Holzbalken, durch die man die Leine führe muss. Nicht sehr ideal. Geht trotzdem. Die Frau schnippelt weiter Gemüse. Als ich nach vorne gehe, um die Vorleine über den Poller zu bringen, rufen ich der Männercrew zu: „4 Mann im Cockpit und keiner kommt mal, um eine Leine anzunehmen“. Eine blöde Antwort kommt zurück. Egal. Später, als ich auf dem Steg zum Schiff zurücklaufen kommt einer der Crew auf de Steg und entschuldigt sich, dass keiner geholfen hat, aber ich haben einen so souveränen Eindruck gemacht, dass sie dachten, ich bräuchte keine Hilfen. Naja, schöne Ausrede. 

Da ich morgen dann rund 40 Seemeilen in Richtung Westen und 10 in Richtung Norden muss, breche ich bereits um halb acht auf. Der Süd-Westwind passt zunächst und bringt mich mit 5 Knoten gut voran, wird dann aber schwächer und kommt raumer. Kein guter Kurs für die Moyenne. Es kommt dann einfach zu wenig scheinbarer Wind im Segel an. Zusammen mit der querlaufenden Welle, schlagen die Segel öfter, als das sie Vortrieb erzeugen also runter damit und den Jockel an. 1 Stunde später komme ich durch das große Gebiet, in dem der Fehmarn Belt Tunnel von den Dänen gebaut wird. Tausend Tonnen, viele Arbeitsboote und dann noch der Fährverkehr. Ich habe neben Kanal 16 noch den „Revierfunkkanal 68 laufen“.  Ein Sicherungsboot ruft mich auf Kanal 16. Auf Kanal 9 richtet er mir aus, dass mein Kurs gut ist, fragt aber nochmal nach, ob ich weiß, dass hier eine Baustelle ist. Alles sehr nett.

Um 14 Uhr kommt Wind auf und ich mache mit der Genua gute Fahrt. Der Strom läuft mit und ich kann später etwas anluven. Ein Tümmler kreuzt hinter mir. Seehunde hatte ich heute morgen beim Auslaufen schon gesichtet. Das Wetter wird diesig und das Baro fällt schnell um 7 Bar. Es kündigt sich ein Wetterumschwung an. Es kommt erwartungsgemäß viel Verkehr den großen Belt hinauf und hinunter. Ich muss aufpassen, gut auf die Ostseite von Langeland zu kommen. Kurzer Funkverkehr mit einem Containerschiff – alles klar, er wird, wie erwartet nach der nächsten Tonne nach Süden drehen.

Gegen 1730 laufe ich, nach 46 Seemeilen in den Hafen von Spodsberg ein. Die Pfähle stehen extrem weit von Steg entfernt, was das Leinenfestmachen immer erschwert, aber ein Stegnachbar hilft mir, so dass alles gut klappt. Alleine ist das doof, da man erst hinten Leine geben muss, dass Schiff mit Ruderlage und Gas ausrichten und nach vorne treiben lassen muss, um erst an den einen und dann an den anderen Pfahl zu kommen. Wenn hinten einer hilft, ist es leichter.

Zur Belohnung für die 11 Stunden Fahrt, gibt es einen großen Hamburger und ein Turborg. 

Abends lese ich noch und dann geht´s in die Koje. Morgen soll es vormittags regnen. Nach Lundeborg sind es nur 15 Seemeilen, ich kann also etwas ausschlafen. Sehr schön.

Als ich um sechs Uhr aufwache, regnet es. Um halb 8 Uhr koche ich mir einen Kaffee und bleibe noch in der Koje, dann mache ich frühstück und in einer Regenpause lege ich um halb zehn ab in Richtung Lundeborg. Am Nachmittag kommen dann Manfred und Jens an Bord. Wind ist leider zurzeit zu wenig zum Segeln, also geht es mit Maschine erstmal an der Ostküste Langelands nach Norden.

Ich bin „erster“ in Lundeborg und finden einen Platz längsseits an der Mole. Jens und Manfred kommen eine Stunde später an. Ich habe inzwischen im feinen Kaufmannsladen noch etwas Proviant nachgekauft. Wir landen die Sachen aus und verstauen die mitgebrachten Lebensmittel. Auf der großen Wiese oberhalb des Hafens nehmen wir den verdrehten Genacker auseinander und rollen ihn wieder ein. Abendbrot gibt es an Bord, gefolgt von einer Sicherheitseinweisung. Henner und Kai kommen spät abends auch noch rein und wir quatschen noch ein bisschen. 

Am nächsten Morgen legen wir ab und setzen die Genua. Hinter der großen Beltbrücke gehen wir höher an den Wind und mit dem ersten Reff im Groß und der Genua geht es mit guten 7 Knoten nach Kerteminde. Um 17 Uhr sind wir fest. Der Bootsladen hat leider schon zu, sonst hätte ich noch den „Dan-Fender“ ersetzt. Er ist in Lundeborg kaputtgegangen. Es ist schon der zweite, wohingegen der Original von Sirius noch immer brav seine Dienste tut. Wir melden uns bei der Regattaleitung und bekommen unseren Tracker.

Abends koche ich noch Chili Con Carne vor und wir besprechen den kommenden Tag.

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