Saisonende

Kleiner, aber feiner Nachschlag vor dem Saisonende. Am 14. September unternahmen Christian und ich noch einen kleinen Törn mit der Moyenne. Das Wetter war spätsommerlich warm, so dass wir einen entspannten Segelnachmittag mit einem kurzen Schlag nach Kühlungsborn hatten. Dort festgemacht und online eingecheckt staunte ich nicht schlecht. Da wurde am Steg der Name „Moyenne“ auf einem Display angezeigt. 

Zum Abendessen ging es ins Sea-Restaurant, meinem Lieblingsrestaurant in Kühlungsborn. Sehr freundliche und professionelle Bedienung, sehr gutes spanisches Essen und feine Weine. Und das Ganze in schöner Atmosphäre. Wir bestellten eine Flasche Basa und zweimal Paella und ließen es uns gut gehen.

Am Sonntag ging ich morgens Joggen und gegen Mittag legten wir in Richtung Rerik ab. Der Wind stand günstig und der Genacker sorgte bei leichtem Wind für anständige Fahrt. Als wir an die Westküste von Wüstro kamen, starten wir die Maschine und schafften es gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang nach Rerik.

Da wir keine Lust auf Restaurant hatten, gab es ein gutes Abendbrot (Christian hatte leckeres Brot gebacken und Käse mitgebracht) an Bord. 

Morgens legten wir relativ zeitig ab und kreuzten mit der Selbstwendefock durch den engen Tonnenstrich bis es nicht mehr weiter ging. Der Grund dafür war schnell ermittelt, klar und 1.30 Tief. Ich hatte nicht aufgepasst und den Tonnenstrich etwas zu sehr ausgereizt, so dass wir aufgelaufen sind. Mit Maschine zog ich uns runter und ärgerte mich ein bisschen über mich selber.  Blöderweise hatte ich den Tiefenalarm ausgeschaltet. Warum? Keine Ahnung.

Nun ging es zunächst mit Maschine um die Ecke, dann konnten wir wieder Segel setzen. In Kühlungsborn stellte ich fest, dass das Bugstrahlruder etwas kraftlos war. Das steht schon auf der Liste für die Sirius Werft. Vielleicht hat sich ein Propeller verabschiedet. 

In Kühlungsborn genossen wir die spätsommerliche Stimmung mit einen Limoncello-Spritz.

Wieder zurück im Sea-Restaurant bestellten wir diesmal Tapas, die ebenso lecker waren, wie die Paella.

Am Dienstag ging es wieder zurück nach Warnemünde. Hier nahmen wir gleich ein paar nun nicht mehr benötigte Dinge u.a. das Schlauchboot von Bord. Dann ging es zurück nach Berlin.

Bei der Überführungstour nach Neustadt war Leonie an Bord, wie schön. Wieder machten wir einen Stopp in Kühlungsborn und wieder gab es Paella. Leider war an dem Samstag und auch am Folgetag kein Wind, so dass wir 18 Liter, von den 80 getankten Litern gleich wieder verpulverten, aber so ist das eben. Dafür war es für Anfang Oktober weiter warm und sonnig.

Gegen halb sechs liefen wir in Neustadt ein und damit endet die Saison 2026 nach ca. 1.750 Seemeilen.

Ich blieb noch eine Nacht an Bord. Leonie fuhr bereits abends zurück nach Berlin. Am Montag arbeitete ich und klärte mit Sirius und der Ancora Marina die Winterarbeiten ab. Michael kam netterweise mit meinem Volvo aus Berlin und gemeinsam schlugen wir die Segel ab, bauten das Bimini und die Lazys ab und nahmen weitere Dinge von Bord.

Die Moyenne kommt nun irgendwann aus dem Wasser (das macht die Ancora Marina), um ein neues Antifouling aufzubringen, die Anoden zu wechseln und die Motorwartung durchzuführen. Dann kommt das Schiff wieder ins Wasser. Anfang November fahre ich dann wieder hin, um die Winterplane und die Ruckfender anzubringen. Dann wird das Schiff eingewintert. 

Die gute Nachricht zum Schluss. Ich habe mich wieder für die Midsummersail 2027 angemeldet! Diesmal will ich im Zeitlimit ankommen. 

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